Türen mit Glaseinsatz

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Licht durchflutete Räume sorgen für eine angenehme Wohnatmosphäre. Glastüren unterstützen diese Art des Wohnens, indem sie das Tageslicht durch die Räume transportieren. Doch Ganzglastüren sind nicht jedermanns Sache, daher sind Türen mit Glaseinsatz sehr beliebt.

Sie haben den großen Vorteil, dass sie das gewünschte Tageslicht durchlassen und gleichzeitig sehr stabil sind. Ein stabiler Rahmen aus Holz oder Kunststoff hält das Glas sicher in der Fassung. Darüber hinaus ist eine Türe mit Glaseinsatz nicht so anfällig für Fingerabdrücke, wie eine Ganzglastüre. Preislicht gibt es hier auch Vorteile. Im Allgemeinen ist eine hochwertige Türe mit Glaseinsatz nicht gerade billig - wenn man von den Discountprodukten absieht.

Doch vor allem bei den Reparaturkosten kann diese Bauweise von Vorteil sein. Wenn eine Ganzglastüre einen Kratzer abbekommen hat, oder sogar größere Schäden besitzt, dann kann man diese kaum reparieren und beseitigen. Die einzigen Möglichkeiten sind zum einen, man arrangiert sich im Laufe der Zeit mit den Kratzern oder aber man wechselt die Türe aus. Hochwertige Ganzglastüren sind robuster, als die günstigen Glastüren, die man beispielsweise in Baumärkten kaufen kann. Wenn man sich also nun überlegt eine besonders billige Ganzglastüre anzuschaffen, hat man nicht unbedingt Geld gespart, weil sich die jeweilige Qualität auf die Lebensdauer der Türe auswirkt.

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Türen mit Glaseinsatz dagegen haben den großen Vorteil, dass die Glaseinsätze einfach ausgewechselt werden können, wenn das Glas durch unglückliche Umstände Schaden davon getragen hat. Dies ist natürlich wesentlich günstiger als eine Neuanschaffung einer Türe.

In jedem Fall bestehen sowohl Türen mit Glaseinsatz, als auch Ganzglastüren aus Sicherheitsglas. Dieses Glas ist zum einen besonders stabil und zum anderen sorgt es für eine gewisse Sicherheit, wenn das Glas zu Bruch geht. Sicherheit bedeutet in diesem Fall, dass die Scherben keine scharfen Kanten aufweisen und somit kaum weiteren Schaden anrichten können. Sicherheitsglas ist besonders robust, was im Wohnbereich notwenig ist. Beim Lüften der Wohnräume entsteht schnell Durchzug, der eine Türe zuschlagen lassen kann. Eine Türe mit Glaseinsatz kann aber auch Stößen ausgesetzt werden, die es abzuwehren gilt. Der Alltag hält für eine Zimmertüre so einiges bereit. Sei es das Anecken mit dem Einkaufkorb wenn man vom Einkaufen kommt, oder aber Kinderspielzeug das sich Wohnzimmer verirrt hat - eine Türe mit Glaseinsatz muss den alltäglichen Beanspruchungen Stand halten. In diesem Zusammenhang spielt die Qualität eine große Rolle. Von ihr hängt die Langlebigkeit der Türe ab.

Bei der Auswahl von Türen mit Glaseinsatz wird man schnell feststellen, dass der Markt sehr groß ist. Es gibt zahlreiche Modelle mit unterschiedlichen Glastypen, Designs und Formen. Dies ermöglicht die Türen an die bereits vorhandene Inneneinrichtung anzupassen ohne einen Stilbruch begehen zu müssen. Besonders beliebt sind zurzeit die satinierten Glaseinsätze. Das Glas ist auch unter dem Namen "Milchglas" bekannt, weil die Scheibe nicht durchsichtig sondern "milchig" wirkt. Dieses Glas kennt man vor allem von Möbeln. Dort werden Milchglaseinsätze gerne für Schranktüren oder Tischplatten verwendet.

Wer jedoch ganz von Beginn an seine Einrichtung planen kann, der wird mit der großen Auswahl wahre Freude haben. Stundenlanges stöbern, sowohl im Fachhandel vor Ort als auch im Internet, ist vorprogrammiert.

Selbsteinbau

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Ein großes Thema im Bereich der Türen mit Glaseinsatz heißt "Do-it-yourself". Es kommt oft vor, dass man im Stress des Hausbauens die falsche Wahl bei den Zimmertüren trifft. Geschlossene Zimmertüren sind häufig die erste Wahl, was anschließend bereut wird, da das angrenzende Zimmer dadurch doch zu dunkel wirkt. Wenn die Zimmertüren teuer und hochwertig ausgesucht wurden, dann müssen die jedoch keineswegs komplett ausgetauscht werden. "Nachrüsten" heißt das Zauberwort.

Doch solch ein Glaseinbau sollte gut geplant und sorgfältig durchgeführt werden. Diese handwerkliche Arbeit ist nicht so einfach und sollte daher von erfahrenen Handwerkern durchgeführt werden, die sich diesen Prozess zutrauen.

Bevor man über einen nachträglichen Einbau einer Glasscheibe nachdenkt, sollte man seine Türe auf Tauglichkeit überprüfen. Zunächst einmal kann man an Hand des Gewichtes herausfinden, aus welchem Material der Türenkern besteht. Eine Zimmertüre mit Röhrenspanfüllung ist beispielsweise recht schwer. Wenn der Türenkern nur aus Karton besteht ist das Türengewicht dagegen geringer. Vom Material hängt ab, wie der Einbau des Glaseinsatzes von Statten geht.

Das Loch für den Glaseinsatz sägt man am besten mit einer Stich- oder einer Schienensäge. Ungeübte Handwerker sollten im Vorfeld den Umgang mit der jeweiligen Säge üben, damit keine unsauberen Kanten entstehen. Nun kommt es auf den Materialkern im Inneren der Zimmertüre an. Bei einer massiven Türe oder einer Röhrenspan-Zimmertüre kann eine Glasscheibe ohne weiteres stabil eingesetzt werden. Bei einem Pappkern benötigt man jedoch noch einen Zwischenschritt, damit der Glaseinsatz den nötigen Halt bekommen kann. Nach dem die Öffnung zugesägt ist, muss man noch einen weiteren Teil der Pappe im Inneren der Türe entfernen, um circa vier Zentimeter starke Leisten einzusetzen. Diese Leiste wird eingeleimt und sorgt zum einen dafür, dass die Stabilität der Türe durch die Öffnung nicht beeinträchtigt wird und zum anderen kann man die Glasplatte an ihr befestigen. Je nach Qualität einer Röhrenspantüre kann man diesen Arbeitsschritt auch dort zur Sicherheit durchführen.

Wie groß die Öffnung sein soll, muss man natürlich im Vorfeld genau planen. Glas gibt es bereits fertig zu kaufen in bestimmten genormten Größen. Für Sonderanfertigungen lohnt sich der Gang zum Glaser, der bei Fragen auch gleichzeitig Ratschläge und Tipps geben kann. In der Regel sollte die Öffnung der Türe fünf bis zehn Millimeter größer sein, als der Glaseinsatz.

Um die Verglasung richtig einsetzen zu können kommen noch weitere Leisten zum Einsatz. Diese Leisten nennen sich Verglasungsleisten, die ebenfalls im Fachhandel erhältlich sind. Die Verglasungsleisten werden geleimt und angenagelt, damit sie stabil sitzen und eine sichere Auflage für das Glas darstellen. Das Glas wird anschließend Mittig ausgerichtet und mit kleinen Keilhölzern in jeder Ecke befestigt. Zusätzlich werden noch weitere Klötze an den Flanken eingesetzt. Wenn die Scheibe an allen Seiten Halt hat, werden die Holzeinsätze mit Leim oder Silikon bearbeitet, damit sie nicht mehr verrutschen können.

Zum Schluss deckt man die Ränder der Öffnung mit weiteren Leisten ab, die als Blende dienen und dem Glaseinsatz einen eleganten Abschluss geben. Diese Leisten sollten allerdings nur gestiftet und nicht verleimt werden, damit man die Leisten zur Not noch mal abnehmen kann, wenn das Glas eventuell mal ausgetauscht werden muss. Wer es besonders sicher haben möchte, der kann für zusätzlichen Schutz mit einem Vorlegeband sorgen. Die Abblendleisten werden auf der Innenseite mit einem dünnen, selbstklebenden Schaumstoffband bestückt, so kann die Glasscheibe an diesen Stellen bei Erschütterung keinen Schaden nehmen.